Ebersdorf

Ebersdorf liegt 520 m über NN an den nordsüdlichen Ausläufern des Thüringer- und Frankenwaldes. Schon seit 1878 kamen erste Gäste nach Ebersdorf zur Sommerfrische. Daraus entwickelte sich allmählich ein bekannter und gern besuchter Erholungsort Thüringens. Ein großer, schöner Park (ca. 55 ha), angenehme Luft, Wald und Wasser in unmittelbarer Nähe, gut ausgeschilderte Wanderwege, Gelegenheit zur Schifffahrt auf dem Stausee, Gaststätten und eine Vielzahl von Unterkunftsmöglichkeiten sind gute Vorbedingungen für einen erholsamen Aufenthalt in Ebersdorf. Einrichtungen wie Bibliothek, ein kleines Hallenbad und Sauna im Hotel und Gaststätte „Zur Krone“ stehen den Gästen zur Verfügung. Geschäfte und Dienstleistungen ergänzen das Angebot.

Interessant ist die geschichtliche Entwicklung Ebersdorfs. Erstmals wurde der Ort 1401 urkundlich genannt. 1692-1694 wurde durch den Fürsten Reuß j. L. ein Schloss erbaut, welches dann Residenz wurde. Beim letzten Umbau erhielt es die klassizistische Säulenfront. Von 1948-2000 war es Pflegeheim.

An das ehemals fürstliche Schloss schließt sich ein schöner Park im englischen Stil an. Im Park befindet sich ein bedeutendes Kunstwerk, das Grabmal der Familie Reuß. Es wurde von Ernst Barlach im Auftrag des Erbprinzen Heinrich XLV. entworfen.

Seitlich vom Park befindet sich die Orangerie. Sie war Teil der Schlossanlage. Ebersdorf ist auch bekannt durch die Herrenhuter Brüdergemeine im oberen Ortsteil, die hier Altenheim, Rüstzeiten- und Erholungsheim sowie einen historischen Friedhof hat.

Der französische Kaiser Napoleon durchreiste 1806 mit seiner Armee Ebersdorf und nahm im Schloss Quartier. Bald darauf kam es zur Schlacht bei Jena und Auerstedt.

Außer dem Besuch im Park können Wanderungen in die nächste Umgebung unternommen werden. Als Erholungsort besitzt Ebersdorf ein dichtes Netz von markierten Wanderwegen, Schutzhütten und vielen Ruhebänken. Von der Schutzhütte am Hartmannsberg hört man ein gutes Echo (Echobank). So fährt der internationale Bergwanderweg von Kloster, Saalburg, Luchsloch über den Heinrichstein und weiter nach Saaldorf.