Podcast „Ostwärts. Es geschah überall“ stärkt regionale Erinnerungskultur – Besondere Folge mit Bezug zu Saalburg-Ebersdorf
Mit großer Freude blickt das Projektteam des Podcasts „Ostwärts. Es geschah überall“ auf die erfolgreiche Entwicklung des Formats seit dem vergangenen Jahr zurück. Dank der engagierten Unterstützung zahlreicher Kooperationspartner und Förderer konnte ein Angebot geschaffen werden, das historisch-politische Bildung stärkt und zugleich die lokale Dimension nationalsozialistischen Unrechts eindrücklich sichtbar macht.
Der Podcast verfolgt das Ziel zu verdeutlichen, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus kein fernes oder abstraktes Geschehen waren, sondern sich auch in der eigenen Region abspielten – mit tiefgreifenden und bis heute nachwirkenden Folgen. Die ersten fünf Episoden sind bereits veröffentlicht und stoßen auf großes Interesse. Zahlreiche Hörer haben das Format genutzt, um sich intensiver mit der Geschichte vor Ort auseinanderzusetzen und wichtige gesellschaftliche Diskussionen anzustoßen. Weitere Episoden sind bereits in Planung.
Eine besondere Bedeutung für die Region Saalburg-Ebersdorf kommt der vierten Episode zu. In dieser Folge stehen Gedenkkultur, Erinnerung und Versöhnung im Mittelpunkt. Im Gespräch mit den Initiatoren des „Marsch des Lebens“ wird deutlich, wie persönliches Engagement dazu beitragen kann, Erinnerung lebendig zu halten und Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu bauen. Die Gesprächspartner berichten von Gedenkfahrten zu KZ-Gedenkstätten, von Begegnungen mit Überlebenden der Shoa sowie von Reisen nach Israel.
Ergänzt wird die Episode durch ein einführendes Gespräch von Moderator M. Kruppe mit dem Bürgermeister der Stadt Saalburg-Ebersdorf Carsten Hahn. Dabei wird die konkrete Bedeutung von Erinnerungskultur für die Region beleuchtet und der lokale Bezug des „Marsch des Lebens“ herausgestellt. Die Folge zeigt eindrücklich, wie wichtig Dialog, Verantwortung und Versöhnung für das gesellschaftliche Miteinander sind.
„Ostwärts. Es geschah überall“ versteht sich als Beitrag zu einer lebendigen Erinnerungskultur. Die positive Resonanz sowie die stetig wachsende Hörerschaft zeigen, wie relevant und notwendig die Auseinandersetzung mit der regionalen Geschichte ist.
Alle bisher erschienenen Folgen stehen ab sofort kostenfrei online zur Verfügung und können über die Website der Volkshochschule sowie unter https://es-geschah-ueberall.podigee.io abgerufen werden.
Das Projekt wird gefördert durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und erfolgt in Kooperation mit der Stadt Saalburg-Ebersdorf.
Das Projektteam bedankt sich herzlich bei allen Unterstützer für ihr Vertrauen und ihr Engagement. Gemeinsam leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte und zur Stärkung demokratischer Werte.
Volkshochschule Saale-Orla-Kreis
Wohlfarthstraße 3 – 5 | 07381 Pößneck
Tel.: +49 (0)3663 488-150
Fax: +49 (0)3663 488-147
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