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Ein sicherer Weg für die kleinen Füße – besonderer Schulanfang an der Grundschule im Park Ebersdorf

Einen ganz besonderen Schulanfang durften die Kinder und Pädagogen der Grundschule im Park Ebersdorf am vergangenen Montag erleben. Zum ersten Mal, seitdem sie täglich ihre Schule besuchen, gibt es einen sicheren Gehweg, der die Straße begleitet und die kleinen Schritte der Kinder sicher macht.

 

Noch im vergangenen Schuljahr hätte der erste Schultag ganz anders ausgesehen: Dichte Autoschlangen, am Straßenrand parkende Pkw und Schulbusse auf der eher engen Zufahrt, auf der der Verkehr in beide Richtungen nur durch Ausweichstellen und teilweise über die Bankette möglich ist. Mittendrin: die kleinen ABC-Schützen auf ihrem Weg zur Schule.

 

Schon lange gab es Initiativen von Eltern, Förderverein und Schule. Den ersten Beratungstermin zur Notwendigkeit eines neuen, sicheren Weges gab es bereits vor 13 Jahren, erinnert sich Schulleiterin Kerstin Michel. Zunächst versuchte man, mit kleinen Mulden im Weg die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu reduzieren. Das funktionierte eine Zeit lang, gestaltete sich mit den vielen Bussen und vor allem im Winter jedoch schwierig.

 

Das Problem geriet zwar nie in Vergessenheit, rückte aber etwas in den Hintergrund. Bis während der Amtszeit des jetzigen Bürgermeisters Carsten Hahn immer wieder Eltern, der Förderverein der Schule, Bürger und die Schulelternsprecherin auf ihn zukamen und er sich des Problems annahm. Sogar Unterschriften wurden seitens der Eltern gesammelt um auf das Thema aufmerksam zu machen.

 

Bildlich und für die am Montagmorgen versammelten Kinder und Erwachsenen verständlich erklärte er, was alles notwendig ist, um ein solches Projekt zu realisieren. Zunächst braucht es jemanden, der Ideen hat und sich mit der Planung beschäftigt, so Hahn.

Im Fall der Stadtverwaltung Saalburg-Ebersdorf ist das Constanze Frank-Spindler, die aktuelle Bauamtsleiterin. Sie benötigt zunächst vom Bürgermeister den Auftrag: „Bau einen Weg.“ Nach abgeschlossener Planung gibt sie das Projekt an ihr Bauamt weiter. Dort sorgen Alexander Pinske und Steffen Lang dafür, dass alle Baumaßnahmen begleitet und überwacht werden.

 

Hier kam die Firma STW ins Spiel – in Person von Christian Künzel-Sommer und seinem fleißigen Team. Anfang Juli und damit pünktlich zum Ferienbeginn rückten sie mit Baggern und schwerem Gerät an und zauberten Schulleiterin Kerstin Michel damit ein Lächeln ins Gesicht. Nach knapp zwei Wochen war es geschafft: Der Weg war fertig.

 

Doch aufgrund der trockenen Temperaturen war es notwendig, den Weg bis zur Freigabe abzusperren und auf Regen zu warten, der die Oberfläche etwas kompakter machen sollte. Hier kam Lutz Weiß mit seinem städtischen Bauhof-Team ins Spiel. Und überall, wo Absperrungen stehen, muss natürlich auch kontrolliert werden, ob diese beachtet werden. Wenn nicht (wie in diesem Fall), repariert der Bauhof den Weg – dankenswerterweise mit bereitgestelltem Material vom Granitwerk Fischer.

Die Kontaktbereichsbeamten der Stadt, Katrin Lorenz und Ralf Löppen, unterstützen Herrn Weiß nach seinen zahlreichen Patrouillen, wenn die Regeln nicht eingehalten wurden.

 

Da der Regen weitestgehend ausblieb, unterstützte auch die Freiwillige Feuerwehr Ebersdorf bei der Wässerung der Oberfläche. Rechtlich und denkmaltechnisch wurde das Projekt von Hauptamtsleiter Sebastian Börner und Frau Berner von der Denkmalschutzbehörde begleitet.

 

Ganz am Ende, erklärte Carsten Hahn allen schmunzelnden Beteiligten, braucht es dann natürlich noch jemanden, der alles bezahlt. Und damit ging sein Blick zu Landrat Christian Herrgott. Dieser dankte auch seinem Kreistag für die Freigabe der Mittel in Höhe von knapp 20.000 Euro. Gleichzeitig versprach er, auch in den kommenden Jahren weitere Maßnahmen an kleineren Grundschulen umzusetzen, um die Schulen im ländlichen Raum fit für die Zukunft zu machen.

 

Wie Kerstin Michel, umrahmt von einem kleinen Gedicht der Kinder, ergänzte, ist der neue Weg nicht nur für die Schülerinnen und Schüler ein Highlight. Auch andere Fußgänger sowie die Senioren aus dem benachbarten Emmaus freuen sich darüber, diesen Bereich nun endlich sicher erkunden zu können – auch mit dem Rollator.

 

Im Anschluss an die Worte aller Beteiligten gehörte der Weg endlich denen, die ihn so sehr verdienen: den Kindern.

 

Die frischgebackenen Erstklässler durften von der einen Seite, die Verantwortlichen und Kinder der höheren Klassen von der anderen Seite die Bänder durchschneiden und damit sprichwörtlich „zueinander finden“. Nachdem die Erstklässler den neuen Weg ausgiebig getestet hatten und bei den übrigen Kindern vor der Schule ankamen, bedankten sich Frau Michel und die Kinder bei allen Entscheidungsträgern und Ausführenden.

 

Als Dankeschön gab es eine ganz besondere Medaille am Bande. Sie zeigt niemand Geringeren als das Schulmaskottchen „Knuspel“ – ein kleines, süßes Eichhörnchen, wie man es in unserem wunderbaren Park so oft entdecken kann. Außerdem gab es Honig von den schuleigenen Bienen.

Das Beispiel unserer Grundschule im Park hat einmal mehr gezeigt, was mit Beharrlichkeit und guter Zusammenarbeit alles möglich ist.

 

Die Stadtverwaltung Saalburg-Ebersdorf dankt allen Beteiligten herzlich für ihren Einsatz und dafür, dass die kleinen Füße nun sicherer zur Schule und wieder nach Hause kommen.

 

Text und Fotos: Linda Richter/ Stadtverwaltung Saalburg-Ebersdorf

Fotoserien

Eröffnung Gehweg zur Schule (DO, 20. August 2026)

Hier bekommen Sie einen kleinen Einblick in die Eröffnung des neuen Gehweges zur Grundschule im Park im Ortsteil Ebersdorf.

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Veröffentlichung

Saalburg-Ebersdorf
Do, 20. August 2026

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